Kapitalgesellschaften

Zu den Kapitalgesellschaften (KapG) zählen u.a.:

  • GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung
  • UG – Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH)
  • AG – Aktiengesellschaft
  • Ltd. – englische Limited

Die GmbH & Co. KG ist eine Personengesellschaft deren Vollhafter eine GmbH ist. Damit liegt gleichfalls eine entsprechende Haftungsbeschränkung vor. Im Bereich der KMU sind am meisten vertreten die GmbH und die UG sowie als Sonderform mit Haftungsbeschränkung im Bereich der Personengesellschaft die GmbH & Co. KG.

  1. Haftung: Die Haftung ist bei einer KapG auf die Einlage bzw. das Betriebsvermögen beschränkt.
  2. Startkapital: Zur Gründung einer KapG ist ein Mindeststartkapital notwendig, das jedoch nach Art der KapG unterschiedlich hoch sein kann.
  3. Gründungsaufwand: Die Gründung einer KapG ist mit einem je nach Art der KapG relativ hohen Gründungsaufwand und zahlreichen Formvorschriften verbunden.
  4. Verwaltung: Die KapG unterliegt der Buchführungs- und Bilanzierungspflicht.
  5. Geschäftsführung: Die Geschäftsführung liegt bei einer KapG nicht zwingend in den Händen der Gesellschafter. Es werden Geschäftsführer bestellt. Bei einer KapG sind die Gehälter der Geschäftsführer als Aufwand abziehbar. 
  6. Transparenz: Eine KapG ist zur Veröffentlichung bzw. Hinterlegung der Jahresabschlüsse im elektronischen Unternehmensregister verpflichtet, das jedermann öffentlich zugänglich ist.
  1. Gewerbesteuer: Die GmbH ist kraft Rechtsform immer ein Gewerbebetrieb und unterliegt damit der Gewerbesteuer. Einen Freibetrag für die Gewerbesteuer gibt es bei der KapG nicht.
  2. Körperschaftsteuer: Die Körperschaftsteuer ist eine Ertragsteuer und wird vom Einkommen der KapG erhoben. Die Körperschaftsteuer beträgt 15% zzgl. Solidaritätszuschlag gleichgültig, ob Gewinne einbehalten oder ausgeschüttet werden.
  3. Bei der Besteuerung einer GmbH treten insbesondere in den Rechtsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und den Gesellschafter-Geschäftsführern zahlreichen Fallstricke auf. Streitthemen mit der Finanzverwaltung sind vielfach die Angemessenheit von Gehältern, Tantiemen und Pensionszusagen, das Vorliegen von verdeckten Gewinnausschüttungen oder verdeckten Einlagen, ein Verstoß gegen das steuerliche Rückwirkungsverbot sei hier nur mal als ein paar Beispiele genannt.

Erhalten die Gesellschafter eine Gewinnausschüttung, greift grundsätzlich die Abgeltungssteuer. 25% der Ausschüttung zzgl. 5,5% Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer muss die KapG an das Finanzamt abführen. Ist der persönliche Steuersatz des Gesellschafters niedriger als 25%, kann beim Finanzamt ein Antrag auf „Günstigerprüfung“ gestellt werden. Das Finanzamt prüft dann, ob der Gesellschafter mit der Abgeltungssteuer oder mit seinem persönlichen Steuersatz besser bedient ist, und setzt die für den Gesellschafter günstigste Variante an. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Gesellschafter auch einen Antrag auf die Versteuerung nach dem Teileinkünfteverfahren stellen.

Das GmbHG regelt die Auflösung und anschließende Abwicklung einer GmbH. Dabei gibt es grundsätzlich sieben Gründe. An dieser Stellen seien die folgenden genannt:

  • Beschluss der Gesellschafter – Liquidationsbeschluss
  • Eröffnung des Insolvenzverfahrens
  • Löschung der Gesellschaft wegen Vermögenslosigkeit

Die Liquidatoren haben die Auflösung der Gesellschaft bekanntzumachen, u.a. im Bundesanzeiger. Verbunden mit der Bekanntmachung erfolgt eine Aufforderung an die Gläubiger, sich bei der Gesellschaft zu melden. Mit dieser Aufforderung beginnt das Sperrjahr, vor dessen Ablauf das verbleibende Vermögen nicht an die Gesellschafter verteilt werden darf. Im Insolvenzverfahren übernimmt im Wesentlichen der Insolvenzverwalter die Aufgabe der Liquidatoren, allerdings mit dem Ziel der Gläubigerbefriedigung.

Wir begleiten seit vielen Jahre Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) von der Gründung bis zur Auflösung und verfügen über umfangreiche Fachkenntnisse in der Besteuerung von Kapitalgesellschaften. Haben Sie Probleme mit der Finanzverwaltung in Bezug auf das Vorliegen einer verdeckten Gewinnausschüttung weil z.B. Ihre Gesamtgehaltsausstattung als Gesellschafter-Geschäftsführer unüblich hoch sein soll oder benötigen Sie Beratung oder Hilfe bei der laufenden Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen für Ihrer GmbH/UG, dann helfen wir Ihnen gerne weiter.