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Arbeitslohn eines in Deutschland wohnenden Piloten einer irischen Fluggesellschaft nicht steuerpflichtig

Montag, 12. Mai 2014 Von: aconax / DATEV

Ein in Deutschland wohnender Pilot war 2010 bei einer irischen Fluggesellschaft beschäftigt. Von seinem Lohn wurden zunächst irische Lohnsteuern einbehalten, die nach Ablauf des Jahres aber insoweit erstattet wurden, als der Lohn auf Flüge außerhalb Irlands entfiel. Um diesen Arbeitslohn nicht unversteuert zu lassen, versteuerte das deutsche Finanzamt ihn nach. Der Bundesfinanzhof entschied wegen einer Gesetzeslücke zugunsten des Piloten, dass der in Irland unversteuerte Arbeitslohn auch in Deutschland nicht versteuert werden dürfe.

Hinweis: Der deutsche Gesetzgeber hat am 26.6.2013 versucht, diese Gesetzeslücke durch eine rückwirkende gesetzliche Neuregelung für alle offenen Veranlagungen zu schließen. Ob ihm dies gelungen ist, musste der Bundesfinanzhof nicht beurteilen, weil er lediglich über eine sog. Nichtzulassungsbeschwerde zu entscheiden hatte. Irland jedenfalls hat sein Steuerrecht ab 2011 geändert und erstattet die gezahlten Lohnsteuern nicht mehr.